Wir haben die erste Woche hinter uns

Tja, nun ist Onkel Heinz tatsächlich schon eine Woche hier. Und ich bin bei weitem nicht so sehr Nervenbündel, wie Anfangs befürchtet. Onkel Heinz macht es uns aber auch leicht, wie ich finde. Solange wir ihn gut im Auge behalten, funktioniert das mit der Stubenreinheit schon ansatzweise, er schläft seit Sonntag recht viel (vermutlich weil er mit wachsen beschäftigt ist) und wenn er wach ist, frisst und spielt er abwechselnd. Nachts schläft er immer noch neben meinem Bett und ich wache mit ihm auf. Allerdings sind wir neuerding uneinig, was das Nachts rausgehen angeht. Ich schnapp ihn mir und setz ihn raus, aber Nachts findet er es draußen nicht so toll. Man bekommt nasse und kalte Füße, das ist blöd. Ich setz ihn also am Fuß der Treppe ab und lauf los übers Gras. Onkel Heinz setzt sich auf den Weg, schaut mir einen Moment nach, steht auf, verschwindet Richtung Treppe und lässt mich mutterseelenalleine da stehen. Ich ruf ihn, er ignoriert mich, ich geh ihn holen, ohne dass es so aussieht, als renn ich ihm nach, und setz ihn wieder aufs Gras. Dann beginnt das Spiel von vorne. Das machen wir dann ungefähr 3 bis maximal 5 mal, dann fällt ihm auf, dass er ja vielleicht sein Geschäft erledigen könnte und dann können wir endlich beide wieder schlafen gehen...

Tja, und heute, beim Badezimmer sauber machen, ist mir dann aufgefallen, dass ich nicht nur einen sehr hilfsbereiten Hund habe (er saß quasi auf meinen Füßen, während ich die Badewanne sauber gemacht hab, und hat aufgepasst, dass ich nicht kopfüber in die Wann stürze), sondern auch einen sehr wissbegierigen (er musste seine Knautschnase immer direkt über dem Badewannenrand haben, wenn ich die Brause angemacht hab) und dazu noch einen sehr mutigen und tapferen Hund. Denn als ich einen Moment nicht aufgepasst habe, hat diese hinterhältige Toilettenbürste mir aufgelauert und war drauf und dran, mich hinterrücks anzuspringen. Aber sie hatte nicht mit Onkel Heinz gerechnet, der sich wahnsinnig mutig und tapfer zwischen uns geworfen hat und die Toilettenbürste dermaßen verbellt hat, dass sie sich nicht mehr von der Stelle gerührt hat... was hätte ich in dem Moment nur ohne Onkel Heinz gemacht?

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